Justizministerin verleiht „Qualitätssiegel für
sicheres Wohnen“ an die Nibelungen-WohnbauGmbH
PRESSEINFORMATION
Braunschweig, 15. Januar 2025
Die niedersächsische Justizministerin, Dr. Kathrin Wahlmann, hat am Mittwoch in Braunschweig das „Qualitätssiegel für sicheres Wohnen“ an die Nibelungen-Wohnbau-GmbH vergeben. Das städtische Wohnungsunternehmen wurde mit diesem Siegel bereits zum dritten Mal nach 2020 und 2023 ausgezeichnet.
Während die Verleihung sonst stets in Hannover stattfand, war die Ministerin diesmal extra nach Braunschweig gereist, um das prämierte Neubau-Objekt, die Lichtwerk-Höfe 2 in der Neuen Nordstadt, selbst in Augenschein zu nehmen.
Torsten Voß, der damalige Geschäftsführer der Nibelungen-Wohnbau-GmbH, begrüßte dabei im Foyer des Neubaus im Lampadiusring 16 neben der Ministerin unter anderem auch Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum, die Verbandsdirektorin des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Niedersachsen und Bremen, Dr. Susanne Schmitt, sowie die Landtagsabgeordnete Annette Schütze, die gleichzeitig auch Aufsichtsratsvorsitzende der Nibelungen-Wohnbau ist.
Zum mit dem Siegel ausgezeichneten Komplex der Lichtwerk-Höfe 2 gehört neben dem Mehrfamilienhaus am Lampadiusring 16 auch ein über einen schön bepflanzten und mit Spielgeräten ausgestatteten Hof angeschlossenes zweites Gebäude in der Montgolfierstraße 2. In beiden Neubauten bietet die NibelungenWohnbau-GmbH ausschließlich geförderten Wohnraum an, also Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen für Menschen mit Wohnberechtigungsschein, die sonst auf dem Wohnungsmarkt kaum eine Chance haben, eine bezahlbare Neubauwohnung zu finden, wie die Ministerin in ihrer Laudatio betonte. Die Kaltmieten betragen zwischen 6,10 Euro und 7,50 Euro pro Quadratmeter.
Das „Qualitätssiegel für sicheres Wohnen“ wird seit zehn Jahren vom Netzwerk Sipa (Sicherheitspartnerschaft im Städtebau Niedersachsen) vergeben, einem Zusammenschluss, in dem unter anderem Verbände der Wohnungswirtschaft, soziale Vertreter, Verkehrsunternehmen, der Landespräventionsrat, aber auch das Landeskriminalamt und die NBank vertreten sind. Sie alle arbeiten daran, dass im Bestands- und im Neubau neben objektiven Sicherheitskriterien auch subjektive Kriterien bedacht werden, damit sich die Menschen in ihrem Umfeld wirklich sicher fühlen und, wie es Oberbürgermeister Kornblum formulierte, „in Ruhe leben können“.
„Die Vergabe des Siegels ist an hohe Anforderungen geknüpft“, betonte Ministerin Wahlmann, die anmerkte, dass es für die Kommunen wie die Stadt Braunschweig, die zudem noch wachse, aktuell eine große Herausforderung sei, zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Die Beschreibung der NibelungenWohnbau auf ihrer Homepage-Startseite, „nicht nur Wohnungen zu bauen, sondern Quartiere zu entwickeln“, treffe genau zu und könne nicht besser ausgedrückt werden“, erklärte sie im Hinblick auf die insgesamt schon drei ausgezeichneten Projekten des Unternehmens. Dazu gehören neben den Lichtwerk-Höfen 2 auch die Bestandsobjekte Richterstraße/Spitzwegstraße (im Jahr 2023) im Malerviertel (östliches Ringgebiet) sowie Ilmweg 16-18 (2020) im Elbeviertel in der Weststadt.
„Sichere Wohnquartiere“, so die Ministerin weiter, „bilden einen erheblichen Baustein im Sinne der Kriminalitätsprävention. Zwar habe sich laut Statistik die Einbruchsrate seit 2015/16 halbiert, „doch der emotionale Schaden, der bei einem Einbruch in die eigene Wohnung entsteht, währt lange“, erklärte die frühere Strafrichterin. Deshalb sei die Initiative der Sipa, „Impulse für Lebensqualität“ zu setzen, so wichtig und sinnvoll.
Bei der Vergabe des Siegels, „das nicht jeder bekommt, der sich darum bewirbt“, stellte die Ministerin klar, gehe es um Aspekte wie technische Sicherheit, etwa Türen und Fenster mit Pilzzapfenverriegelung, aber auch um offene, übersichtliche, lichte und einsehbare Gestaltung des Umfeldes und die dauerhafte Förderung guter Nachbarschaft, damit jeder auch ein bisschen auf den anderen achte. Weitere Kriterien seien die Anbindung an den Personennahverkehr, die Nähe zu sozialen Einrichtungen und auch fußläufig erreichbaren Einkaufsmöglichkeiten. Die Nibelungen-Wohnbau-GmbH hat in der Neuen Nordstadt zusätzlich noch ein Mobilitätskonzept integriert mit der Möglichkeit, in unmittelbarer Nähe Fahrräder und Autos auszuleihen.
Die 69 Wohnungen in den Lichtwerk-Höfen 2 sind fast komplett belegt, rund 130 Personen wohnen dort. 15 Appartements sind rollstuhlgerecht gestaltet, alle Wohnungen sind barrierefrei über Aufzüge erreichbar. In dem Komplex sind auch eine Wohn-Pflegegemeinschaft des Vereins ambet mit zehn individuellen Wohnbereichen sowie zwei Wohngemeinschaften der Lebenshilfe beheimatet. „Ich freue mich darüber, dass hier auch Menschen mit Beeinträchtigungen leben und dieses Angebot nicht nur auf dem Papier besteht“, erklärte die Ministerin und ergänzte: „Sie können froh sein, mit der Nibelungen- Wohnbau -einen so tollen kommunalen Anbieter zu haben“, sagte die Ministerin an den Oberbürgermeister gewandt. Viele Landkreise und Städte hätten ihre kommunalen Wohnungsunternehmen schon vor Jahren verkauft und versuchten jetzt teilweise, dieses Rad mit großem finanziellen Aufwand zurückzudrehen.

v.l.n.r.: Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum, Annette Schütze (Aufsichtsratsvorsitzende NiWo), Sebastian Hämker (NBank), Dr. Kathrin Wahlmann (Nds. Justizministerin) Torsten Voß (GF NiWo), Dr. Susanne Schmitt (Verbandsdirektorin vdw), Rouven Langanke (Prokurist NiWo), Esther von der Straten (Prokuristin NiWo), Eckbert Middendorf (NiWo), Brigitte Urff (NiWo), Laura Güldner (NiWo)
Foto: Uwe Jungherr







